Neues Ultraschallgerät am LKH Schärding zeigt Babys in neuer Dimension
Ultraschalluntersuchungen sind bereits seit Jahren aus der Gynäkologie und Geburtshilfe nicht mehr wegzudenken. Einerseits sind sie Fixbestandteil der Mutter-Kind-Untersuchung, andererseits ermöglichen Ultraschallgeräte werdenden Eltern einen ersten Blick auf ihr ungeborenes Kind. Im LKH Schärding haben Schwangere seit kurzem erstmals die Möglichkeit, Bewegungen des Fötus (z. B. Daumenlutschen) live mitzuverfolgen. Das neue Gerät GE Voluson 730 eröffnet nicht nur neue Dimensionen bei den Geburtshilfebildern, sondern auch im Bereich der Brustkrebserkennung.
Das GE Voluson 730 Ultraschallgerät befindet sich seit ca. einem halben Jahr auf dem Markt und ist weltweit das erste Ultraschallsystem, welches Echtzeit 4-D-Technologie aufweist. Das LKH Schärding ist die erste medizinische Einrichtung im Innviertel, die über eine derart fortschrittliche Bildgebungsdiagnostik verfügt. Die Vorteile des Geräts liegen klar auf der Hand: „Im Gegensatz zum 2-D-Ultraschall hat das 4-D-Gerät pro Minute mehr aufgenommene Volumina, sodass eine Bewegungsunruhe des Kindes nicht mehr besonders störend ist,“ erklärt Prim. Dr. Thomas Puchner, Leiter der Abteilung Frauenheilkunde und Geburtshilfe am LKH Schärding. Durch die dreidimensionale Darstellung der Körperoberfläche können sich sowohl Ärzte, aber auch die werdenden Mütter und Väter sämtliche Strukturen besser vorstellen.
Grundsätzlich arbeiten die Mediziner des Innviertler Krankenhauses mit dem 2-D-Ultraschall, das neue Gerät kommt nur bei speziellen Fällen wie beispielsweise Missbildungen oder „Babyfernsehen“ zum Einsatz. Primar Puchner: „Dieses Ultraschallgerät ermöglicht eine erstaunlich realistische und konkrete Wahrnehmung des heranwachsenden Kindes, sodass werdende Mütter bei richtiger Lage des Ungeborenen bereits vor der Geburt Details des Gesichtes, des Körpers sowie der Finger und der Zehen zu sehen bekommen. Darüber hinaus erlaubt uns die fortschrittliche Technologie, Fehlbildungen des Fötus noch sicherer zu diagnostizieren, um somit frühzeitig über weitere Behandlungsstrategien entscheiden zu können.“ Die besten Sichtbedingungen für das so genannte „Babyfernsehen“ sind laut Primar Puchner zwischen der 20. und 25. Schwangerschaftswoche gegeben.
Doch nicht nur in der Geburtshilfe, sondern auch in der Gynäkologie kommt das neue Ultraschallgerät zunehmend häufiger zum Einsatz, beispielsweise bei der Erkennung von tumorartigem Brustgewebe.