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Minimalinvasive LeistenhernienversorgungAm Landes-Krankenhaus Schärding gibt es die Möglichkeit einen Leistenbruch mittels sogenannter Knopflochchirurgie praeperitoneal (zwischen Bauchwand und Bauchfell) operieren zu lassen. OÄ Dr. Maria Hinterdobler von der Abteilung für Chirurgie ist in Oberösterreich die Einzige, die diese minimalinvasive Technik in dieser Weise anbietet.Kürzere Verweildauer im Krankenhaus, keine Nähte am Netz und nach einer Woche wieder volle Belastbarkeit – das sind die großen Vorteile dieser Operationsmethode, bei der die Bauchhöhle zur Versorgung eines Leistenbruchs nicht mehr geöffnet werden muss. Bei der TEPP-Technik (total extraperitoniale Hernioplastik) wird mit Hilfe von drei kleinen Schnitten („Knopflochchirurgie“) zwischen der Bauchdecke und dem Bauchfell operiert. „Diese Methode hat den Vorteil, dass ich mit der Bauchhöhle nicht in Kontakt komme. Die Eingeweide werden durch Luft vom Bruch weggedrückt, dadurch kann ich laparoskopisch ein Kunststoffnetz vor den Bruch legen“, erklärt OÄ Hinterdobler den Vorgang. Wird die Luft wieder abgelassen, legen sich die Eingeweide, welche durch den Bauchfellsack geschützt sind, über das Netz und klemmen es ein. So hält das 10 x 15 Zentimeter große Kunststoffnetz, ohne dass es festgenäht werden muss. „Das Netz verwächst im Normalfall zwei Wochen nach dem Eingriff vollständig mit dem Gewebe“, sagt die Chirurgin. Nach der Operation ist eine sofortige Belastung möglich, eine Woche später dürfen die PatientInnen schwer heben und Sport treiben. Bei einem einseitigen Leistenbruch erfolgt die Operation über drei, bei einem zweiseitigen über vier kleine Schnitte. Die Einschnitte sind fünf bis zwölf Millimeter lang. Zwei Tage nach der Operation können die PatientInnen das Spital bereits wieder verlassen. „Die Operationsmethode ist für Erwachsene geeignet, die noch keine großen Voroperationen im Bauchraum hatten. Und selbst bei Patientinnen und Patienten, die schon einmal wegen eines Leistenbruchs operiert wurden, können wir die TEPP-Technik anwenden“, erklärt OÄ Hinterdobler. Mehr als 75 Leistenbruchversorgungen hat die Spezialistin bereits auf diese Weise vorgenommen. In Oberösterreich ist das LKH Schärding das einzige Krankenhaus, das diese Art der Leistenbruchoperation anbietet.
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