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Anästhesiologie u. Intensivmedizin


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Anästhesie

Anästhesie bedeutet wörtlich übersetzt „Schmerzfreiheit“ und beschreibt schon als Wort eine der Hauptaufgaben dieses Fachgebietes, nämlich den Patienten für eine notwendige Operation schmerzfrei zu machen.

Die Aufgaben dieses Spezialfaches haben sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt und umfassen heute mehr als den Patienten für eine Operation nur „Schlafen zu legen“.

  • Prämedikation und Aufklärung
  • Narkosedurchführung
  • Was bedeutet nun eigentlich Narkose
  • Regionalanästhesie
  • Was ist ein Kreuzstich
  • Überwachung und Dokumentation
  • Postoperative Schmerztherapie und Überwachung
  • Notfallmanagement

 

Prämedikation und Aufklärung

Die Prämedikation, also die „Vorbereitung des Patienten“ umfasst die individuelle Risikoerfassung, das Abklären bestehender Begleiterkrankungen und deren Therapie, die klinische Einschätzung der Narkosefähigkeit und die genaue Aufklärung des Patienten über das geplante Narkoseverfahren.

 

Narkosedurchführung

Nach der Lagerung auf dem Operationstisch wird beim Patienten die Vollnarkose eingeleitet, das heißt über einen Venenzugang wird das Narkosemittel verabreicht und anschließend die Narkose für die Dauer der Operation fortgesetzt. Nach Beendigung des operativen Eingriffes wird die Narkose ausgeleitet, der Patient erlangt wieder das Bewusstsein. 

Einleitung der Vollnarkose im Operationssaal 

Was bedeutet nun eigentlich Narkose

Narkose bedeutet, den Patienten während einer Operation mit Schmerzmittel und narkotischen Substanzen zu versorgen, um den Eingriff in vollständiger Bewusstlosigkeit und Schmerzfreiheit zu ermöglichen.

An unserer Abteilung werden folgende Narkoseverfahren eingesetzt:

  • Balancierte Narkose
  • Total intravenöse Narkose (TIVA)
  • Maskennarkose
  • Larynxmaskennarkose

 

Im Operationssaal
Allen Verfahren gemeinsam ist, dass modernste und exakt steuerbare Narkosemittel und Gase zum Einsatz kommen, um einen möglichst schonenden Verlauf zu gewährleisten.
Während der Narkose ist der Patient an modernste Überwachungsgeräte angeschlossen, die seine Vitalfunktionen erfassen. 
Im Operationssaal 

All die technischen Möglichkeiten sind zuverlässig und unerlässlich, die Erfahrung und das Wissen unserer speziell geschulten Schwestern und Pfleger, sowie der Anästhesieärzte sind für die Sicherheit unserer Patienten das Wichtigste. Deshalb ist auch während der Patient „schläft“ der Anästhesist und eine Schwester im Operationssaal anwesend. Nach Ende der Operation wird die Narkose „ausgeleitet“, der Patient „erwacht“ und wird in den Aufwachraum gebracht, wo seine Vitalfunktionen kontrolliert werden und mögliche Schmerzen behandelt werden.

Regionalanästhesie

Bei Patienten mit einer Regionalanästhesie, ist neben der obligatorischen Überwachung der Vitalfunktionen auch eine dauernde persönliche Betreuung des wachen Patienten selbstverständlich.

Was ist ein „Kreuzstich“

Kreuzstich fällt unter das Kapitel Regionalanästhesie, was bedeutet, dass gewisse Regionen durch Nervenblockaden völlig schmerzfrei gemacht werden. Beim Kreuzstich spritzt der Anästhesist ein Betäubungsmittel in die Nähe der Rückenmarksnerven.

Dieses Verfahren wird an unserer Abteilung bei ca. 40% aller Operationen eingesetzt und bietet für den Patienten entscheidende Vorteile:

  • Lange Schmerzfreiheit nach operativen Eingriffen
  • Schnellere Erholung nach Operationen
  • Bessere Thromboseprophylaxe

 

Reginonalanästhesie mittel "Kreuzstich" 

Bei der Kreuzstichbetäubung kann ein Katheter eingesetzt werden, über den noch einige Tage ein Schmerzmittel verabreicht werden kann, was bei großen orthopädischen oder chirurgischen Eingriffen ein unschätzbarer Vorteil ist. Der Kreuzstich ist durch die große Erfahrung unserer Anästhesieärzte/Innen ein risikoarmes Verfahren.

Der Patient wird während der Regionalanästhesie genau wie bei einer Narkose intensiv überwacht und kann auf Wunsch entweder durch ein sanftes Schlafmittel schlummern oder Musik seiner Wahl über Kopfhörer lauschen.

Überwachung und Dokumentation

Schon vor der Narkoseeinleitung wird der Patient an einen Überwachungsmonitor angeschlossen, der kontinuierlich Blutdruck, Herzfrequenz, Pulsaktion und Sauerstoffsättigung misst. Über ein automatisches Dokumentationssystem werden alle Parameter aufgezeichnet.

 

Am Überwachungsmonitor 

Postoperative Schmerztherapie und Überwachung

Nach erfolgter Operation wird der Patient in den Aufwachraum verlegt, wo er bei Bedarf mit ausreichend Schmerzmittel versorgt wird und seine Vitalfunktionen engmaschig bis zur Verlegung auf die Station überwacht werden.

 

Im Aufwachraum

Intensivmedizin

Unsere Intensivstation hat derzeit 5 Betten, davon 4 mit Beatmungsmöglichkeit.

Ein Ärzteteam, bemüht sich zusammen mit einem speziell ausgebildeten Schwestern-/Pflegerteam rund um die Uhr um die optimale Behandlung und Betreuung unserer Patienten.

 

Die Intensivmedizin hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten sehr schnell entwickelt und verfügt heute über sehr effektive Möglichkeiten, das Leiden von schwerstkranken Patienten zu behandeln.

Gerade bei Schwerstverletzten, Patienten nach großen Operationen und Menschen mit Erkrankungen, die eine Bedrohung der Vitalfunktionen darstellen, ist eine Intensivstation oft die einzige Chance, das Überleben und die Genesung sicher zu stellen. Für diese Arbeit stehen uns zahlreiche technische Geräte wie Beatmungsmaschinen, künstliche Nieren, Überwachungsmonitore, Infusionspumpen und spezielle Luftkissenbetten sowie Drehbetten zur Verfügung. Dadurch können wir Patienten mit schweren Atemstörungen künstlich mit computergesteuerten Maschinen beatmen, bei Nierenversagen die Nierenfunktion durch eine Dialysemaschine ersetzen, ein Herzversagen durch Zufuhr von herzwirksamen Medikamenten über Spritzenpumpen überbrücken, durch Herzkatheter die Herzfunktion am Überwachungsmonitor genauestens analysieren, usw. Die Technik scheint uns grenzenlose Möglichkeiten zu eröffnen.

Auf der Intensivstation  


Durch die Schwere der Erkrankung oder den Grad der Verletzung sind uns manchmal, trotz aller Technik und Bemühungen, Grenzen gesetzt, die wir schweren Herzens akzeptieren müssen.

Bei aller Wichtigkeit der Technik im Intensivbereich, wollen wir dennoch den Menschen, seine Genesung und Wiedereingliederung in sein normales Leben als Mittelpunkt unseres beruflichen Interesses sehen. Der schönste Lohn unserer manchmal nicht einfachen Arbeit ist z.B. wenn ein Patient nach wochenlanger Intensivtherapie aus seinem künstlichen Tiefschlaf erwacht und wieder mit uns sprechen kann.

Technik auf der Intensivstation  Gespräch mit dem Patienten 

Da wir oftmals feststellen, dass Angehörige durch den Anblick der vielen „Schläuche“ und Maschinen verunsichert sind und sich viele Sorgen machen, wollen wir durch intensive Gespräche Verständnis und Hoffnung wecken und die Ängste mildern. Manchmal begleiten wir unsere Patienten beim Sterben und wollen wir den Angehörigen auch beim Abschiednehmen hilfreich zur Seite stehen.

Interdisziplinäre Intensivstation bedeutet, dass wir Patienten aller Abteilungen unseres Hauses betreuen und mit allen Fachdisziplinen des Krankenhauses und manchmal auch mit externen Fachleuten eng zusammenarbeiten, um das bestmögliche Ergebnis für unsere Patienten zu erzielen.

Auf der Intensivstation 

Dem zunehmenden Bedarf an Intensivplätzen trägt der Zubau am LKH Schärding Rechnung, wo eine nach neuesten technischen, ergonomischen und hygienischen Gesichtspunkten ausgestattete Intensivstation mit sechs Betten bereits im Entstehen ist.

Besucherinformation

Unser Patient - Ihr Angehöriger.
Helfen wir Gemeinsam!

Für Fragen aller Art steht Ihnen das Team der Intensivstation gerne zur Verfügung!

 

Besucher 

Liebe Angehörige!

Ihr Besuch ist ein wichtiger Beitrag um das Wohlbefinden Ihres Angehörigen zu fördern. Um eine ungestörte Pflege und Therapie zu gewährleisten bitten wir Sie einige Regeln zu beachten:

  • Besuchszeit: In der Regel von 10:30 – 20:00 Uhr
    Vom Tagesablauf günstigste Zeit: 14:00 – 16:00 Uhr
  • Besuche nur von den nächsten Angehörigen (nie mehr als drei Personen gleichzeitig), bitte keine Kinder mitnehmen.
  • Läuten Sie bitte und warten Sie bitte bis Sie eingelassen werden. Durch die kontinuierliche Betreuung der Patienten kann es zu Wartezeiten kommen. Läuten Sie nach 10 Minuten erneut, damit Sie sich nicht vergessen fühlen. Vor Eintritt ist aus hygienischen Gründen ein Schutzkittel überzuziehen und eine Händedesinfektion durchzuführen.
  • Um die Privatsphäre des Patienten zu respektieren, erhalten nur die nächsten Angehörigen (Partner, Eltern, .....) Auskunft. Bitte informieren Sie sich gegebenenfalls untereinander.
  • Blumen sind aus hygienischen Gründen nicht erlaubt.
  • Bringen Sie keine Lebensmittel mit.
  • Es kann vorkommen, dass während Ihres Besuches ärztliche oder pflegerische Maßnahmen notwendig sind. In diesem Fall bitten wir um Ihr Verständnis, dass die Versorgung der Patienten absolute Priorität hat und Sie Wartezeiten hinnehmen müssen.
  • Wünschen Sie für Ihren Angehörigen den Beistand eines Geistlichen, vermitteln wir gerne ein Gespräch mit dem Krankenhausseelsorger.

Möglichkeiten wie SIE Ihren Angehörigen unterstützen können:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Angehörigen auch dann, wenn er nicht direkt Kontakt mit Ihnen aufnehmen kann (z.B. durch ein künstliches Koma)
  • Sie dürfen, bzw. sollen Ihren Angehörigen auch berühren, ihm die Hand halten und ihm so zeigen „Ich bin für Dich da!“
  • Ist Ihr Angehöriger durch die künstliche Beatmung in seiner Kontaktfähigkeit (kann nicht sprechen) eingeschränkt, stellen wir gerne Schreibutensilien zur Verfügung.
  • Bringen Sie Ihrem Angehörigen auch seine eigenen Kosmetikartikel (wichtig Rasierapparat bei Männern) mit, vertraute Gerüche fördern das Wohlbefinden.

Wenn Sie es wünschen, ist das Pflegeteam gerne bereit, Sie in die Betreuung Ihres Angehörigen mit einzubeziehen.

Eine vom Pflegeteam erarbeitete Broschüre (Unser Patient - Ihr Angehöriger. Helfen wir gemeinsam) gibt Ihnen dazu nähere Auskunft.