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Bei „Schaufensterkrankheit“ zum GefäßchirurgenLKH Schärding bietet Gefäßambulanz für Patienten mit Durchblutungsstörungen. Wenn ältere Menschen in regelmäßigen Abständen immer wieder vor Geschäftsauslagen stehen bleiben, hängt das nicht unbedingt allein mit ihrem Interesse für die ausgestellten Waren zusammen, sondern manchmal auch mit ihren schmerzenden Beinen. Viele leiden unter der „Schaufensterkrankheit“ - ein klassischer Fall für den Gefäßchirurgen.
„Diese Menschen bekommen auf Grund schlechter Durchblutung der Gefäße beim Gehen plötzlich heftige Schmerzen in der Wade. Wenn sie stehen bleiben, wird das Gefäß entlastet und der Schmerz lässt nach. Das wiederholt sich in gewissen Abständen. Durch das Anschauen der Auslagen kaschieren die Betroffenen ihr Leiden, daher der Name der Krankheit,“ erklärt der Gefäßchirurg OA. Dr. Markus Leher vom Landeskrankenhaus Schärding. Selbstheilung statt Skalpell Sogenanntes intermittierendes Hinken („Schaufensterkrankheit“) gehört zu den leichteren Fällen der arteriellen Verschlusskrankheiten. Deshalb muss der Chirurg in diesem Fall nicht immer gleich zum Skalpell greifen und operieren. Ursache der Beschwerden, die typischerweise nur bei Belastung auftreten, ist Arteriosklerose. Durch Ablagerung von Plaque an der Innenwand der Arterie wird die Arterienöffnung immer kleiner. Wenn sich an dieser Stelle ein Blutgerinnsel (Thrombose) bildet, kann es zu einem vollständigen Verschluss des Gefäßes kommen. Oberarzt Dr. Leher: „Da die Verengung bei der „Schaufensterkrankheit“ langsam vor sich geht, können sich sogenannte Umgehungskreisläufe bilden. Anders ausgedrückt: Der Körper bildet selbständig einen „Bypass“. Das kann man für eine konservative Therapie nützen. Die Patienten werden angeleitet, regelmäßig in normaler Geschwindigkeit zu gehen und wenn Schmerz eintritt, bewußt eine Pause zu machen, ehe sie weitergehen. So hat der Muskel die Chance, sich zu erholen, gleichzeitig wird die Ausbildung dieser körpereigenen Umgehungen gefördert. Das funktioniert nicht bei jedem Patienten, aber manchen erspart es die Operation.“ Die „unbenützte“ verengte Stelle in der Arterie verkapselt sich ohne weitere Gefahr. Dieser Selbstheilungsprozess kann durch Medikamente unterstützt werden. „Man muss nicht jedes verschlossene Blutgefäß operieren, der Körper kann auch selbst manches heilen oder tendenziell verbessern,“ beruhigt der Gefäßspezialist. „Es gibt aber andererseits Beschwerden, die man auch durch eine Operation nicht wesentlich bessern kann. Wichtig ist, dass man Durchblutungsstörungen frühzeitig behandelt und die Risikofaktoren (Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, erhöhte Blutfette, Übergewicht, Rauchen etc.) ausschaltet. Es gibt allerdings auch familiäre Neigungen zu dieser Art von Beschwerden.“ Gefäßambulanz Do. 08:30 - 12:00 Uhr Das LKH Schärding bietet in Form der Gefäßambulanz eine eigene Sprechstunde an: Jeden Donnerstag von 8.30 bis 12 Uhr. Anmeldung ist nicht erforderlich, aber eine Überweisung vom Hausarzt oder ein Krankenschein. Es ist sinnvoll, frühere Befunde mitzunehmen. Jeder, der glaubt, unter Durchblutungsstörungen zu leiden, sollte diese Möglichkeit der Untersuchung raschest nützen. |
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