Es gibt Einschränkungen der Lebensqualität, über die man nicht gern spricht. Zu diesen Tabus gehört der künstliche Darmausgang (Stoma).
Im Landeskrankenhaus Schärding haben Patienten für alle Nöte in der
eine kompetente Ansprechpartnerin.
Für den Betroffenen stellt ein künstlicher Darmausgang meist eine große psychische Belastung dar. „Viele Patienten sind anfangs niedergeschlagen und fühlen sich in ihrer Lebensplanung irritiert. Sie können sich gar nicht vorstellen, dass sie auch mit einem Stoma, einem künstlichen Darmausgang, ihr Leben ohne gravierende Einschränkungen weiterführen können. Wie das praktisch möglich ist und was sie dabei zu beachten haben, möchte ich ihnen vermitteln“, umreißt die erfahrene, speziell ausgebildete Schwester Waltraud ihr Ziel.
Je nach Art der Erkrankung wird ein Stoma für eine bestimmte Zeit oder auf Dauer angelegt. Sowohl die medizinische als auch die pflegerische Versorgung der Stoma-Patienten hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Schwester Waltraud ist durch ihre laufende Fortbildung immer auf dem neuesten Stand und gibt ihr Wissen und ihre Erfahrungen an Mitarbeiter des Landeskrankenhauses, Patienten und deren Angehörige weiter.
Sie informiert den Patienten gemeinsam mit dem Arzt vor der Operation, betreut ihn nach dem Eingriff und schult ihn in der praktischen Handhabung des Stomabeutels. Darüber hinaus bietet sie dem Patienten und seinen Angehörigen eine Selbsthilfegruppe zum Erfahrungsaustausch an. Selbstverständlich steht sie auch nach seiner Entlassung bei Fragen und Problemen zur Verfügung: „Wichtig ist mir, dass der Patient auch subjektiv das Empfinden erhält, dass sein Leben auch mit einem Stoma noch Lebensqualität hat.“
Das Landeskrankenhaus Schärding hat jeden 1. Dienstag im Monat (von 8 bis 12 Uhr) eine Stoma-Ambulanz eingerichtet. Bei akuten Anfragen kann man sich rund um die Uhr einer Hotline unter der Telefonnummer 050 554/78-23350 bedienen.