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Diabetesschwester schult Patienten

Zur gezielten Schulung und Beratung der Diabetes-Patienten hat das Landeskrankenhaus Schärding seit Anfang diesen Jahres eine diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester. Manuela Riedel hat bei Prim. Dr. Ecker, dem bekannten Diabetologen vom LKH Gmunden, Erfahrungen gesammelt und leitet nun gemeinsam mit Oberärztin Dr. Ingrid Hofinger die Diabetikerschulungen der stationären wie ambulanten Patienten. „Die medizinischen Kontrollen, wie z.B. jene der Füße, macht natürlich weiterhin der Arzt. Meine Aufgaben liegen im Bereich der Beratung und Aufklärung, sowie dem Erklären des Umgangs mit speziellen Geräten, z.B. mit dem Insulin-Pen, den Blutzuckermessgeräten.“ erzählt Manuela Riedl von ihrem Tätigkeitsbereich. Am dankbarsten sind die Patienten immer über ganz konkrete Tipps für den Alltag!“

Manuela Riedel verrät einige zur Fußpflege:

  • Täglich mit lauwarmem Wasser 3-5 min. waschen. Wegen der Empfindungsstörungen in den Füssen sollte das Wasser nicht zu heiß genommen werden, da sich die Patienten ansonsten verbrühen können. Auch sollte nicht zu lange gebadet werden, um ein Aufweichen der Haut und damit eine höhere Infektionsanfälligkeit zu vermeiden.
  • Am besten keine austrocknende Seife verwenden, wenn dann nur Babyseife.
  • Füße ordentlich abtrocknen, besonders in den Zehenzwischenräumen, da ansonst feuchte Kammern entstehen, wo sich Pilzinfektionen bilden und ausbreiten können.
  • Mit Hautlotion statt mit Salben eincremen, weil letztere die Hautatmung beeinträchtigt und die Schweißdrüsen verstopfen.
  • Die Füße täglich kontrollieren, um mögliche Verletzungen rechtzeitig zu erkennen.
  • Nägel sauber und kurz halten, gerade schneiden, keine spitze Schere verwenden. Die Nägel am besten täglich nur feilen!
  • Aufpassen auf das Nagelbett, damit es zu keinen eingewachsenen Nägeln kommt.
  • Wenn eine gewisse Neigung zu Hornhaut und Hautschwielen besteht, dürfen Diabetiker, nach entsprechender fachlicher Beratung, auch eine Salbe mit Harnstoff benützen.
  • Socken sollten aus Baumwolle sein.
  • Statt enger Schuhe, weiche bequeme tragen, um ein Aufscheuern zu vermeiden.
  • Nicht barfuss gehen wegen der Verletzungsgefahr!
  • Hühneraugen und Hautschwielen nicht mit scharfen Werkzeugen bearbeiten und auch keine Hühneraugenpflaster und –tinkturen anwenden, weil diese auch die gesunde Haut schädigen. Statt dessen zur Fußpflege gehen.
  • Direkte Berührung mit Heizkörpern und heißen Flächen vermeiden!
  • Bei Verletzungen sofort zum Arzt!