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Kampf dem HerzinfarktHerz-Kreislauferkrankungen stehen nach wie vor an der Spitze aller Erkrankungen in den Industrienationen. Dem Thema „Kampf dem Herzinfarkt“ hat sich das Landeskrankenhaus Schärding im Rahmen der Vorsorgeaktion 2001 besonders gewidmet und bietet dazu eigene Vorträge an. Im Interview gibt die junge, engagierte Ärztin Ass.Dr. Daniela Wesonik Antwort auf die wichtigsten Fragen zum Herzschutz. Wodurch steigt das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden?Der wichtigste Risikofaktor ist das Rauchen. Der Raucher hat gegenüber dem Nichtraucher ein um das Dreifache höheres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Bluthochdruck ist eine weitere Gefahr, ebenso Zuckerkrankheit, Übergewicht und ein hoher Gesamtcholesterin-Spiegel über 200mg/dl. Mein Tipp: Eine Senkung des Cholesterinspiegels um nur 1 Prozent senkt das Herzinfarkt-Risiko gleich um 2 Prozent! Welche Beschwerden macht der Herzinfarkt?Der Betroffene spürt einen Druck in der Brust, ein Engegefühl, das länger als eine halbe Stunde anhält. Dies kann auch mit Schmerzen hinter dem Brustbein einhergehen, die in den linken Arm, den Hals, Bauch, ins Unterkiefer bis zu den Zähnen hinein ausstrahlen. Große Angstgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Atemnot sind oft Begleitsymptome. Wie soll sich der Betroffene bzw. ein Angehöriger verhalten?Wichtigste Regel: Ruhe bewahren! Bei den typischen Schmerzbildern und einem Anhalten dieser für eine Zeitspanne von mehr als 15 Minuten gilt es, sofort den Hausarzt zu rufen. Ist dieser nicht erreichbar, dann den Notarzt informieren. Sofort handeln, kann Leben retten! Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es im Spital?Im Spital erfolgt zuerst ein EKG und eine Blutabnahme. Ist beides negativ, sind trotzdem noch Kontrollen nötig. Der Patient wird im Landeskrankenhaus Schärding auf die Herzüberwachungsstation mit Monitorkontrolle gebracht, wo sechs Betten bereit stehen. Sind nach einigen Stunden keine positiven Befunde vorhanden, kann der Patient auf die normale Bettenstation übersiedeln und bleibt dort noch für einige Tage zur Überwachung und weiteren Untersuchung mit Ultraschall und Belastungs-EKG und ärztlichen Untersuchung auf andere Erkrankungen, die einem Herzinfarkt ähnliche Probleme verursachen können, z.B. eine Speiseröhrenentzündung. Bei typischem EKG-Bild und Andaurn der Beschwerden vo weniger als sechs Stunden wird eine Thrombolyse, d.h. eine Auflösung des Blutgerinnsels mit Medikamenten, durchgeführt und ein Termin zur Coronarangiographie (Darstellung der Herzkranzgefäße mit Kontrastmittel) im KH Wels vereinbart. Wie sieht aktiver Herzschutz aus?Nicht mehr rauchen, Cholesterinspiegel merklich senken, weniger Gewicht, Stress reduzieren, Diät einhalten und die vom Arzt verordneten Medikamente regelmäßig einnehmen. Ass. Dr. Daniela Wesonik ist telefonisch erreichbar unter der Nummer: 07712/3141-24231 (Interne Ambulanz). Wer den Vortrag bestellen möchte, kann sich an die Fortbildungsreferentin Gertraud Schmid im LKH Schärding wenden: 07712/3141-22125, Email: gertraud.schmid@gespag.at |
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