Skitour trotz Schrittmacher - kein Problem!
Berg- oder Skitouren sind Menschen mit Herzschrittmacher heute kein Tabu mehr. Die neue Herzschrittmacher-Generation ist High-Tech pur und erlaubt es dem medizinischen Experten, Programmierungen aller Art, je nach Lebensrhytmus des einzelnen Patienten, vorzunehmen. So können auch extreme Situationen durch entsprechende Einstellung des Schrittmachers gefahrlos bewältigt werden.
Prim. Dr. Johann Froschauer, Leiter der Internen Abteilung am LKH Schärding und Oberarzt Dr. Franz Wakolbinger erzählen, dass sportlich aktive Patienten mit einer Schrittmacherversorgung keinesfalls an der weiteren Ausübung ihrer Freizeitsportarten gehandicapt sind. „Wir passen dann den Schrittmacher hinsichtlich Atemminutenvolumen und Aktivitätssteuerung ganz individuell an. Damit sind weder eine anstrengende Ski- oder Bergtour noch ein Mountainbike-Urlaub ein Hindernis bei sonst organisch gesundem Herzen.“
Schrittmacher wie ein Maßanzug
Der Computer bestimmt, wie der Schrittmacher das Herz zum Schlagen bringt. Das Verfahren der Programmierung, „Wir haben tausende Möglichkeiten“ – so Froschauer, ist sehr spezialisiert. Langjährige Erfahrung des Internisten und auch viel persönliches Gespür sind nötig. Der Schrittmacher wird praktisch wie ein Maßanzug dem einzelnen Patienten angepasst. Wie beim Schneider sind auch hier mehrere Anpassungsvorgänge nötig, bis ein perfekter, haargenau an die Lebensumstände orientierter Rhythmus des Schrittmachers gefunden und dann eingestellt wird.
Ändert sich die Lebensweise kann sofort ein neues Programm mit Hilfe des Facharztes in kraft treten.
Im Landeskrankenhaus Schärding werden jährlich über 50 neue Herzschrittmacher implantiert. Dem Patienten entstehen keine Kosten für den Schrittmacher und dieser geht mit der Implantation sogar in das Eigentum des Trägers über.